Grundsätze unserer Stiftungspraxis

Wer wir sind und wie wir arbeiten

I. Grundsätze unserer Stiftungspraxis

Die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung bekennt sich zu den Grundsätzen und Handlungsempfehlungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Dies betrifft insbesondere:

  1. Treue zu Satzung und Stifterwille

    Die Stiftungsorgane und -mitarbeiter verstehen sich als Treuhänder des Stifterwillens. Sie sind der Satzung ver­pflichtet und verwirklichen den Stiftungszweck nach bestem Wissen und Gewissen.

  2. Vermögenserhalt/ angemessene Verwaltungsausgaben

    Die Stiftungsorgane setzen sich durch eine risikobewusste Anlagestrategie und angemessene Aufwendungen bei den Verwaltungsaufgaben dafür ein, dass das in ihre Obhut gegebene Vermögen in seiner nachhaltigen Ertragsfähigkeit zu erhalten.

  3. Die Stiftungsorgane überprüfen regelmäßig die Wirksamkeit der Stiftungsprogramme.

  4. Transparenz gegenüber Öffentlichkeit/ Kontrolle der Wirksamkeit

    Unsere Website informiert über die Organe, die Grundsätze und den Zweck der Stiftung sowie die Förderprogramme und deren Richtlinien. Die Stiftungsorgane und -mitarbeiter publizieren zudem in geeigneter Weise die wesentlichen Aktivitäten und Resultate der Stiftungsarbeit.

  5. Die gesetzlichen Auskunftspflichten werden vollständig erfüllt.

  6. Anforderungen an Organmitglieder

    Die Mitglieder der Stiftungsorgane handeln ehrenamtlich, sorgfältig und integer. Sie verzichten auf geldwerte Vorteile und vermeiden Interessenskonflikte. Entscheidungen werden durch sachliche Erwägungen geprägt. Der Vorstand informiert den Stiftungsrat stets umfassend und wahrheitsgemäß.

  7. Anforderungen an Kooperationspartnerinnen und -partner

    Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnerinnen und -partnern erfolgt im Einklang mit den Zielen, den Grundsätzen, der ethischen Fundierung und den Förderrichtlinien unserer Stiftung. Sie beruht auf gegenseitigem Vertrauen und einer anerkannten Reputation der Kooperationspartner.

  8. Zustiftungen und Spenden

    Zustiftungen können ausschließlich im Einklang mit den Zielen, den Grundsätzen und der ethischen Fundierung unser Stiftung erfolgen. Die Übernahme von Förderwünschen hat unverzichtbar mit diesen zu korrespondieren. Die Zusammenarbeit beruht auf gegenseitigem Vertrauen und einer anerkannten Reputation der Stifter. Das uns in Form einer Spende oder Zustiftung entgegengebrachte Vertrauen verpflichtet uns in besonderem Maße, mit aller Sorgfalt dem Stiftungszweck zu dienen.

  9. Die Stiftungsorgane und -mitarbeiter pflegen einen partnerschaftlichen Umgang mit Fördersuchenden.

  10. Die Stiftungsorgane und -mitarbeiter fördern den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen.

II. Unser ethisches Fundament

Die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung handelt in Anerkennung der Würde jedes Menschen und aus Solidarität gegenüber den Betroffenen von Seltenen Erkrankungen. Forschungsförderung ist dabei für uns kein Selbstzweck, sondern ein besonders wirksames Instrument, mit dem wir die medizinische Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen verbessern wollen.

Die Stiftungsorgane sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung achten die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Der zu erwartende Patientennutzen ist für uns der Maßstab, den wir bei der Bewertung und Auswahl der geförderten Projekte sowie der Preisträgerinnen und -träger zugrunde legen.

Das Wohl der Patientinnen und Patienten wird nach unserem Verständnis erreicht durch sowohl die Prävention, Diagnostik und Therapie von Seltenen Erkrankungen, als auch durch die Stabilisierung, Rehabilitation, ganzheitliche Gesundung und die Erfahrung der Anerkennung der eigenen Würde.

Verantwortliches Fördern von medizinisch-wissenschaftler Forschung bedeutet für uns im Kern, dass die Entscheidungen und Handlungen stets den Bedingungen der medizinischen Praxis einerseits und einem ethischen Grundverständnis andererseits entsprechen müssen.

Das Einhalten einer ethischen Dimension in der medizinischen Forschung erfordert in Ergänzung zu den rechtlichen Vorgaben, berufsbezogenen Verhaltensregeln und gängigen Prinzipien der Medizinethik eine glaubwürdige Selbstbindung an Werte und Ziele. Hierzu zählen für uns insbesondere

  • die Achtung vor der unantastbaren Würde des Menschen,
  • der Respekt vor der Situation der Patientin bzw. des Patienten,
  • die Zuverlässigkeit bei der Behandlungsverantwortung,
  • ein Beitrag zur Überwindung ungleicher Lebenschancen und zum Führen eines selbstbestimmten Lebens.

Stand Dezember 2017

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